Berlin, Wagner-Kern-Orgel

Wagner-Kern-Orgel in der Marienkirche in B-Mitte an der Karl-Liebknecht-Straße

Die Orgel der Marienkirche wurde 1720–1722 von Joachim Wagner geschaffen, der zuvor zwei Jahre bei seinem Lehrer Gottfried Silbermann gearbeitet hatte. Im Jahr 1723 erfolgte die Einweihung. Das Gehäuse stammt von Johann Georg Glume und wurde 1742 von Paul de Ritter fertiggestellt. In der Folgezeit wurde das Instrument mehrfach verändert. So ließ beispielsweise im Jahr 1800 Friedrich Falckenhagen nach Plänen von Georg Joseph Vogler 1400 von insgesamt 2556 Orgelpfeifen entfernen, da sie aus seiner Sicht „überflüssig“ wären. Weitere Umbauten, auch um den Klangumfang wiederherzustellen, fanden 1829 durch Johann Simon Buchholz und 1893/1894 durch Heinrich Schlag & Söhne statt. Wilhelm Sauer erhöhte die Stimmenzahl auf 57 und baute Kegelladen mit einer Röhrenpneumatik ein.

Als eine der wenigen Orgeln überstand die „schönste Orgel Berlins“ die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs weitgehend. In der Zeit nach 1945 wurde das Instrument wiederum mehrfach verändert. In den Jahren 1947–1949 ersetzte die Orgelbauwerkstatt Alexander Schuke die pneumatische Traktur durch eine elektro-pneumatische und näherte die Disposition wieder dem barocken Klangprinzip an. Weitere Veränderungen fanden 1957, 1970 und 1985 mit dem gleichen Ziel der weiteren Annäherung an das ursprüngliche Klangbild statt.

Als im Winter 1996 schwere Schäden an der Orgel festgestellt wurden, entschied sich die Gemeinde statt einer Rekonstruktion des ursprünglichen Zustands für einen Neubau, der nach Maßgabe der Gesamtkonzeption und Disposition Wagners von 1721 im Jahr 2002 von der Orgelbauwerkstatt Alfred Kern & Söhne (Straßburg) realisiert wurde.

Bei dem Neubau wurden alle 40 Register Wagners unter Verwendung der noch vorhandenen historischen Pfeifen originalgetreu rekonstruiert, ebenso der barocke Gehäuseprospekt der Berliner Bildhauer Johann Georg Glume und Paul de Ritter, unter Beibehaltung der denkmalwürdigen Veränderungen von 1908. Alle Kanäle, Windladen und die Balganlage sind genau nach Vorlage erhaltener Wagner-Orgeln gefertigt.

[Quelle: wikipedia.de]

 

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